Terrarien-Freunde-Hamburg e. V.
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Tier des Monats

Hier stellen wir jeden Monat ein anderes Tier vor.

Steckbriefe vergangener Monate findet Ihr unter "Steckbriefe".

Tier des Monats Mai 2020

 

Die raue Grasnatter

Die raue Grasnatter

(Opheodrys aestivus)

 

Herkunft:             Süd-Osten der USA (von Virginia über Missouri und Texas bis Florida)

Größe:                 Länge ca. 60-80 cm (maximal ca. 1m), Durchmesser 0,8-1,4 cm        

Aussehen:           Rücken und Seiten grün, Bauch weiß bis gelblich

Lebensweise:        In ihrer Heimat lebt die Grasnatter in Bäumen in der Nähe von Gewässern. Sie sind tagaktiv und sehr lebhaft, was sie zu interessanten Pfleglingen macht. Außerdem sind sie äußerst neugierig und gewöhnen sich oft schnell an den Pfleger. Vorsicht ist bei jedem Öffnen des Terrariums geboten, da die Tiere extrem schnell sind und leicht mal rausspringen können.

Alter:                    Bei guter Haltung ca. 6-9 Jahre

Haltung:               Als Gruppe mit mehreren Männchen und Weibchen oder als Paar. Die Tiere sind sehr gesellig.

Terrarium:            Eher hoch als breit und ausreichend groß, um den sehr aktiven Grasnattern Platz zu bieten. Ich halte 6 Tiere in einem Becken von 90x120x65 cm (BxHxT). Da Grasnattern aufgrund ihrer schlanken Form Ausbruchskünstler sind, dürfen nirgendwo Lücken oder Ritzen vorhanden sein!

                            Als Bodengrund dient ungedüngte Erde oder Kokoshumus. Eine Bepflanzung mit echten, hohen Pflanzen hilft, eine gewisse Luftfeuchtigkeit aufrecht zu erhalten und dient als Kletterhilfen. Des Weiteren sollten ausreichend dünne Kletteräste (z.B. Korkenzieher-Haselnuss) im gesamten Bereich des Terrariums befestigt werden. 

                        Die Temperatur sollte tagsüber zwischen 24 und 26°C liegen und nachts zwischen 20 und 22°C. Eine UV-Beleuchtung ist im Gegensatz zu vielen anderen Schlangen für Grasnattern Pflicht. Die Kletteräste sollten direkt unter dem UV-Spot einen ausreichenden Abstand haben, um Verbrennungen zu vermeiden. Dennoch kann am Sonnenplatz unter dem Spot eine Temperatur von 33°C erreicht werden. Jegliche Beleuchtung muss außerhalb des Terrariums untergebracht werden (z.B. oberhalb einer Gaze), da ich schon selber beobachtet habe, dass diese Tiere es schaffen, 2/3 ihrer Körperlänge senkrecht aufzurichten!

                            Da die Tiere praktisch ausschließlich von Wassertropfen auf den Blättern trinken, muss mindestens 2-mal täglich gesprüht werden. Bei mir übernimmt das eine Beregnungsanlage alle 6 Stunden für ca. 20 Sekunden (nur während des Tages!). Ein Wassernapf ist natürlich trotzdem vorhanden, wird aber nur sehr selten genutzt. Ich halte eine Ecke des Bodengrunds sehr feucht, so dass die Grasnattern sich zur Häutung eingraben können.

Futter:                  Im Gegensatz zu den meisten anderen Schlangen fressen Grasnattern keine Mäuse oder ähnliches, sondern ernähren sich ausschließlich von Insekten. Das bedingt einen recht hohen Stoffwechsel und damit einhergehend eine regelmäßige Fütterung zumindest jeden zweiten bis dritten Tag. Sie fressen mittlere Heimchen, kleine Steppengrillen, junge Stabheuschrecken, kleine Spinnen (keine Kreuzspinnen!) oder Wiesenplankton. Bei der Fütterung etwas größerer Insekten wie Stabheuschrecken sollten die Tiere überwacht werden, da es vorkommen kann, dass ein Tier am Kopf und das andere am Hinterteil der Heuschrecke anfängt und dann die kräftigere Grasnatter die andere mit herunterwürgen will, was beide Tiere das Leben kosten kann. Die Futtertiere sollten im Wechsel mit einem Vitaminpräparat (z.B. Korvimin oder Herpetal) und Calcium bestäubt werden.

Besonderheiten:   Grasnattern halten eine gemäßigte Winterruhe, die im Terrarium bei ausgeschaltetem Licht etwa von Anfang Dezember bis Ende Januar stattfinden kann. Während dieser Zeit sollten die Tiere nicht häufiger als 1- maximal 2-mal pro Woche gefüttert werden. Nach der Winterruhe wird die Temperatur schrittweise erhöht.

 

© Dr. Beatrix Schwarz, Mai 2020

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