Terrarien-Freunde-Hamburg e. V.
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Tier des Monats

Hier stellen wir ab sofort jeden Monat ein anderes Tier vor.

Bilder und Steckbriefe vergangener Monate findet Ihr unter "Steckbriefe"

 

Tier des Monats März 2019

 

Die Äskulapnatter

Die Äskulapnatter (Zamenis longissimus)

 

 Die Äskulapnatter gilt als die größte in Deutschland heimische Schlange. Sie ist jedoch nur noch in wenigen Restpopulationen hier zu finden. Sie lebt sehr versteckt und ist durch ihre grüngraue bis gelbliche Färbung gut getarnt und deshalb sehr schwer zu finden.

Vorkommen: Mittel- und Südeuropa bis nach Vorderasien. In Deutschland Restvorkommen an Mosel, Rhein und im Odenwald.

Größe: Bis zu 180cm. Männchen sind deutlich kräftiger und größer als die Weibchen.

Lebensraum: Hauptsächlich an Waldrändern und in mit Steinen durchsetzten Feldrändern und Legsteinmauern.

Nahrung: In der Natur meist Nager und Vögel. Im Terrarium hauptsächlich Nager entsprechender Größe.

Verhalten: Äskulapnattern sind sehr elegante Schlangen, die aufgrund ihrer schlanken aber kräftigen Gestalt und ihren geschmeidigen Bewegungen eine besondere Ästhetik haben. Äskulapnattern möchten nicht gerne angefasst werden, sie wehren sich dann oft durch Beißen. Bei grober Belästigung können sie dabei sehr vehement werden. Um sich im Terrarium wohl zu fühlen brauchen sie viel Ruhe, Ungestörtheit und ausreichend viele Verstecke. Dann aber sind sie sehr robuste und faszinierende Reptilien.

Haltung: Ein geräumiges, trockenes Terrarium, in dem man etwa 1x wöchentlich etwas Wasser versprüht, ist gut geeignet für die Haltung von Äskulapnattern. Empfehlenswert ist eine Größe von 130x80x90 cm oder größer für ein Paar dieser Art. Viele Verstecke sollten vorhanden sein, da sich Äskulapnattern ungern ohne Deckung aufhalten. Sie bevorzugen Sonnenplätze in leichter Deckung zwischen Pflanzen o.ä.. Das Wasserbecken sollte so groß sein, dass sich die Tiere bei Bedarf hineinlegen können. Kletteräste und Wetbox, bestückt mit feuchtem Moos, sind ebenfalls notwendige Einrichtungsgegenstände, da Äskulapnattern viel und geschickt klettern und sich gern zeitweise in feuchter Umgebung aufhalten. Als Bodengrund eignet sich gut Kokoshumus oder Walderde. Die Temperatur im Terrarium sollte zwischen 20 und 28°C liegen. Sonnenplätze dürfen auch zeitweise etwas wärmer werden, aber die Tiere müssen jederzeit kühlere Zonen aufsuchen können. Nachts kann die Temperatur auf 18-20°C reduziert werden.

Überwinterung: Um die Äskulapnatter auf Dauer gesund zu erhalten und zur Nachzucht zu bringen, ist eine kalte Überwinterung für 4-5 Monate bei 5-10°C unumgänglich.

Zucht:Unter den oben angegebenen Bedingungen ist die Zucht von Äskulapnattern nicht besonders schwierig und schon oft gelungen. Die Art ist wie alle einheimischen Reptilienarten nach Bundesartenschutzverordnung streng geschützt. Naturentnahmen sind nicht nur verboten, sondern aufgrund der regelmäßigen Verfügbarkeit von Nachzuchten auch völlig unnötig.

Besonderheiten: Wie alle einheimischen Reptilien und Amphibien ist auch die Äskulapnatter meldepflichtig!

 

(c) Lars Warnke

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