Terrarien-Freunde-Hamburg e. V.
Terrarien-Freunde-Hamburg e. V.

                            Aktuelles

Gifttiergesetz in Nordrhein Westfalen tritt zum 01.01.2021 in Kraft:

 

Nun ist es da, tritt am 01.01.2021 in Kraft  auf Basis einer im Herbst entwichenen Monokel Kobra in Herne, das Gifttiergesetz von Nordrhein Westfalen.

Der nordrhein-westfälische Landtag hat am 24.6.2020 in zweiter Lesung das Gifttiergesetz beschlossen. Zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger untersagt das neue Gesetz die Neuanschaffung besonders giftiger Tiere und reguliert bestehende Privathaltungen in Nordrhein-Westfalen. Auch muss die private Haltung dieser Tiere nun zukünftig gemeldet werden.

Der neuen Regelung unterliegen bestimmte Arten von Giftschlangen, Skorpionen und Spinnen, die aufgrund ihrer Giftwirkung nach Bissen oder Stichen zu einer großen, teilweise tödlichen Gefahr für den Menschen werden können. 
Private Halterinnen und Halter machen sich strafbar, wenn sie sich künftig trotz des Verbotes solche Tiere anschaffen. Nur wer bisher schon solche Tiere hält, darf diesen Bestand auch künftig behalten. Allerdings müssen diese Haltungen innerhalb eines halben Jahres beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) angezeigt werden. Außerdem muss jede Halterin und jeder Halter Zuverlässigkeit nachweisen und eine Haftpflichtversicherung abschließen, damit Schäden, die durch Gifttiere verursacht werden, ausgeglichen werden können.

In Zoos sowie in Hochschuleinrichtungen sollen Haltungen weiterhin erlaubt sein, ebenso in Einrichtungen mit behördlicher Erlaubnis nach dem Tierschutzgesetz, zu denen der gewerbliche Tierhandel gehört.

Was auf den ersten Blick als vernünftig und damit harmlos klingt, hat in der Praxis dennoch deutliche Folgen, im Weiteren möchte ich in diesem Zusammenhang auf einige Knackpunkte aufmerksam machen, die in Zukunft sicherlich in der Praxis weiteren Regelungsbedarf nach sich ziehen.

  1. Anschaffung von Gifttieren zukünftig für private Halter und Halterinnen verboten.

Wir haben seit Jahrzehnten eine stabile Szene von Gifttierhaltern, insbesondere im Schlangenbereich, die im Laufe der Zeit nicht nur unzählige Erkenntnisse über diese Tiere errungen haben, sondern diese auch in etlichen Publikationen der Allgemeinheit, z. Teil lebensrettend zur Verfügung gestellt haben. Das damit verbundene Einsteigerverbot, macht auch hier einen „Cut“ der gerade in Zeiten, wo diese Tiere auch immer  mehr Bedeutung, etwa der Gewinnung von Medikamenten erhalten, diese wichtige Tür zuschlägt.

Auch ist dadurch direkt eine große Reptilienbörse in diesem Bundeland unmittelbar betroffen.

 

 

  1. Bestandsschutz für Halter unter Auflagen

 

Auch was hier auf den ersten Blick als vernünftig und damit harmlos klingt hat für die Praxis auch hier schwerwiegende Folgen.

 

Unstrittig ist das polizeiliche Führungszeugnis in diesem Zusammenhang.

 Anders sieht es bei der bis Mitte 2021 zu erbringenden Haftpflichtversicherung für den einzelnen Halter aus. Hier bin ich gespannt, welche Versicherung und zu welchen Konditionen, was genau in diesem Bereich absichert, für einen sehr überschaubaren Bereich, der kaum in der Menge Beitragseinnahmen einbringt, die diese Risiken monetär absichern.

 

Die Gretchenfrage ist, ob die Anschaffung weiterer Tiere, die per Gesetz verboten ist mit der Zucht von Tieren gleichzusetzen ist.

Denn es findet sich in dem Gesetzestext keine Aussage zur Zucht innerhalb der Bestandstiere, die Interpretation liegt nahe, dass auch die Zucht damit verboten ist und somit auf ein Aussterben des Bestandes hingewirkt wird. Eine Einschränkung, die über Jahrzehnte verantwortungsvolle Halter und Züchter unverhältnismäßig voll in ihren Freiheitsrechten beschneidet. 

 

  1. Die Meldefrist für Bestandstiere innerhalb von 6 Monaten

Hier wird es spannend inwieweit im Vorwege des Inkrafttretens des Gesetzes es hier zu Verschiebungen, in welche Richtung /Bundesland  und zu welchem Halter kommt, insbesondere bei Haltern, die nur ein oder wenige Tiere verantwortungsvoll halten, werden den weiteren Verwaltungsakt möglicherweise nicht mitmachen wollen. Zumal auch die Kostensituation in mehreren Punkten völlig unklar ist.

Über die „Entsorgung“ des Aussetzens mit den Folgen oder Töten der Tiere wollen wir an dieser Stelle nicht spekulieren.

Das Gesetz ist erst mal bis zum 31.Dezember 2025 begrenzt, mann will sehen, in welchen Dimensionen Tiermeldungen, Abgaben und letztendlich auch Kosten stehen, vorweggenommen, es wird sich nicht rechnen und es wird auch keinen Unfall verhindern.

Auch in Hamburg haben wir ein Gefahrentiergesetz, das außer  Verwaltungsaufwand wenig bewirkt. 

Wir haben bundesweit nach wie vor immer noch die meisten tödlichen Unfälle mit Tieren bei den Pferden und die meisten Bissunfälle bei den Hunden, da haben wir auch die größte Lobby und insofern wird kein Politiker an diese Thematik gehen, warum auch. Tiere gehören zu unserem Alltag, auch wenn wir weltweit alles in Bewegung setzen die  Lebensräume, auch der sog. Gifttiere zu zerstören. Und dass Tiere zu unserem Alltag gehören ist auch gut so, nur so bleibt ein Stück lebendige Erkenntnis in unserer unmittelbaren Umgebung in einer digitalen Welt.

Sollte dem ein oder anderen beim Lesen dieser Zeilen die Erkenntnis gekommen sein, dass Hobby und damit Lobby mit organisiert sein zusammenhängt, so freuen wir uns über weitere Mitglieder in der Corona Zeit in unserem Verein, es lohnt sich immer!

Und für alle die, die sich auch einmal mit dem Original Gesetzestext befassen wollen, habe diesen als Link beigefügt.

https://www.umwelt.nrw.de/fileadmin/redaktion/PDFs/verbraucherschutz/gifttiergesetz_beschlossen_nichtamtliche_fassung.pdf

Bleibt gesund oder werdet gesund.

Euer Michael Millert

1.Vorsitzender der Terrarien-Freunde-Hamburg e.V 

www.terrarien-freunde-hamburg.de

Spendensammlung

 

2021 wird wieder eine große Reptilienausstellung mit mehr als 20 Terrarien im Wildpark Schwarze Berge in Rosengarten von uns durchgeführt. Dabei geht es darum, Besuchern und vor allem Kindern diese exotischen Tiere näherzubringen, Aufklärung zu betreiben und die Scheu vor Reptilien, Schlangen, Insekten und Spinnen zu nehmen. Zusätzlich wollen wir füe die Erhaltung der natürlichen Lebensräume dieser Tiere werben.

 

Zu diesem Zweck gibt es mehrere Vorträge zu unterschiedlichen Tieren mit der Möglichkeit, diese aus der Nähe zu sehen und einige davon auch mal anzufassen. Nähere Informationen finden Sie hier.

 

Für diese Vorträge benötigen wir dringend ein Headset, da wir sonst sehr laut reden müssen, was die Tiere, die wir vorstellen, unnötig stresst und für die Vortragenden sehr anstrengend ist.

 

Wenn Sie uns dabei unterstützen möchten, können Sie auf der Plattform Betterplace.org spenden. Hier der Link zum Projekt:

Betterplace oder Gut-fuer-Hamburg.de

 

Der Preis für solche Headsets liegt bei ca. 250€.

 

Die Terrarienfreunde Hamburg bedanken sich herzlich, auch im Namen der Tiere, für Ihre Unterstützung.

Umfangreiches Rechtsgutachten


UPDATE:
Es ist geglückt. Von nun an muss dieses Rechtsgutachten bei Streitigkeiten vor Gericht mit einbezogen werden.


AUSZUG:
In Kürze soll ein umfangreiches Rechtsgutachten zur gesamten Deutschen Heimtierhaltung in Auftrag gegeben werden. Neben den Aspekten die private Haltung von Amphibien und Reptilien betreffend sollen alle weiteren Heimtiere behandelt werden und letztlich jede denkbare Form von möglichen Einschränkungen beleuchten und sowohl bestehende gesetzliche Vorgaben, wie auch evtl. noch folgende einer ausführlichen verfassungsrechtlichen Überprüfung unterziehen.


Quelle: DGHT Deutschland

Hier der passende Link:
Rechtsgutachten DGHT

Die Exopet-Studie

www.exopet-studie.de

Die Studie ist beendet. Die Ergebnisse können hier eingesehen werden.

---------

EXOPET – Die Studie für mehr Fakten und Wissen zur Heimtierhaltung 

Repräsentativen Umfragen zur Heimtierhaltung in Deutschland zufolge lebt in etwa jedem dritten Haushalt mindestens ein Haustier. Exotische Haustiere wie Chinchillas, Weißbauchigel und andere Säugetiere sowie Zier- und Wildvögel, Zierfische, Amphibien und Reptilien liegen im Trend. Dies gilt auch für Wildtiere, die als Haustiere gehalten werden.

Hier finden Sie uns

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Vereinstreff monatlich, in der Regel am 2. Freitag ab 18 Uhr.
Unser Vereinsheim ist sehr gut besucht und es können sich Termine verschieben. Daher bitte unter "Termine" nachsehen, wann der Vereinsabend stattfindet.

SC Condor
Berner Heerweg 188

22159 Hamburg

Nur 5 Minuten zu Fuß vom U-Bahnhof Farmsen

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Terrarien-Freunde-Hamburg e. V.