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„Berlin, Berlin, wir
fahren nach Berlin!“ So hieß es am 25. April, als 55 Terrarien-Freunde
einen Ausflug in den Berliner Zoo machten. Das gute Wetter hatten wir im
Gepäck und mehr als verdient, denn es wurde ein praller, wunderschöner
und gleichzeitig informativer Tag in unserer Bundeshauptstadt. Mit einem
etwas gewöhnungsbedürftigen Busfahrer (Kettenraucher und Erzähler von
Witzen aus den 70. Jahren, die jeder schon kannte) ging es für 48
Terrarianer in knapp vier Stunden inkl. einer „fetten“ Pause auf einem
Rastplatz seiner Wahl nach Berlin. Automatenkaffee und lecker Frühstück
- zu Wirtschaft ankurbelnden Preisen - machten auch den Letzten fit für
einen spannenden Tag im Zoo.
Einige wenige waren mit dem Auto bzw. der Reichsbahn angereist; trotz
allem war das gemeinsame Zusammentreffen vor dem Nebeneingang, genauer
gesagt, am Eingang Aquarium, perfekt „getimt“. Dank des zumindest
sicheren Fahrstils, auch in zeitlicher Hinsicht, des „Unikums-Busfahrer“
trafen wir alle um Punkt 10 Uhr am vereinbarten Treffpunkt ein. Und das
war auch gut so, denn der ehemalige Zoodirektor, Reinhard Freese,
wartete bereits auf uns.
Kurzes Gruppenbild der Anwesenden fürs Familienalbum - die Kleinen
mussten, wie immer, nach hinten - und schon ging es los. Reinhard Freese
hatte ein gutes Zoo-Team zur Führung zusammengestellt, und so konnte
jeder, der ein Zahlengedächtnis von 1 bis 4 hatte, sich schnell in einer
dieser Gruppen wieder finden.
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Unser erster und
auch längster Aufenthaltsort war das wirklich beeindruckende
Berliner-Zoo-Aquarium. Echt Klasse, wenn man dieses auch einmal hinter
den Kulissen zu sehen bekommt.
Weiter ging es
mit Tierzuchtstation, Quarantänestation, Pflanzen- und
Futtertierzuchtstation (mir haben vor allem die Fliegenzuchträume
(Normal und Drosophila) gefallen, meine Küche ist aber leider dafür doch
nicht geeignet).
In der Nachzuchtstation wurde es unter unseren Terrarien-Freunden
unruhig, denn es standen genügend Jemen Chamäleons (Chamaeleo
calyptratus) zur Abgabe für einen sehr fairen Preis bereit. Was soll man
da lange Reden, genau sieben Tiere nannten wir auf der Rückfahrt unser,
insofern wächst unser Verein wieder bei den Pfleglingen.
Faszinierend war auch die Gruppe an Brückenechsen für deren Haltung und
ggf. zukünftige Nachzucht einiges im Berliner Zoo getan wird.
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Auch der weitere
Ablauf war eigentlich gut geplant. Nach einem Mittagessen im
Zoo-Restaurant zu „zoomoderaten Preisen“ (einige hatten aber auch ihrer
Brote mit), schlenderten bzw. marschierten wir durch den Rest der
Tierwelt mit unseren vier Gruppenführern. Dabei zeigte sich, dass man
diesen Zoo an einem Tag nicht entspannt genießen kann, er ist dafür
einfach zu groß. Es lohnt sich also vielleicht mal ein Wochenende in
Berlin zu verbringen, um diesen Zoo umfassend zu erkunden.
Sehr schön war das Zusammentreffen mit dem weiblichen Ameisenbär. Sie
ist eine Handaufzucht und damit völlig zutraulich. Einige von uns
konnten die lange, klebrige Zunge life erleben, sicherlich ein
einmaliges Ereignis.
Mich haben besonders die Erdferkel im Nachttierhaus begeistert, die mit
dem Satz der Tierpflegerin „Dann wollen wir die beiden Verrückten mal
rauslassen“ schnurstracks Kontakt (wir sind ja auch irgendwie mit denen
verwandt) mit uns aufnahmen. Etwas schwierig war es, die „Jungs“ wieder
in ihr Gehege zu bringen, insofern wird es wohl bei diesem einmaligen
Ereignis bleiben.
Unser ganzer Tag wurde von einem Fotowettbewerb begleitet, d.h. konkret:
am nächsten Vereinsabend werden alle an Norbert eingesandten Bilder von
diesem Ausflug (je Teilnehmer ein Bild) von allen Anwesenden durch das
Kleben eines Sympathiepunktes bewertet. Die drei Bilder mit den meisten
Punkten gewinnen nach Reihenfolge der Punkte. Kinderbilder werden in
einem extra Wettbewerb bepunktet. Norbert hat je drei attraktive Preise
dafür in Aussicht gestellt.
Übrigens, dieser Ausflug wurde von Gabi und Norbert gemanagt inkl. des
Fotowettbewerbes. An dieser Stelle vielen Dank dafür, es hat echt Spaß
gemacht. Ich konnte mich dieses Mal also auch verwöhnen lassen und
musste mich um nichts kümmern, insofern habe ich auf Wunsch von Gabi
diesen Rückblick gerne geschrieben.
Euer Michael
PS.: Und das Beste zum Schluss: Alles wird teurer, bei diesem Ausflug
gab es 9 € je Person zurück, also das Startkapital für das nächste
Terrarium.
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