Das Schnaakenmoor, das als Naturschutzgebiet auch noch die Fläche des Groten Moors und die Spitzdorfer Moorflagen umfasst, liegt mitten im schönen, 512 ha großen Hamburger Forstrevier Klövensteen. Es liegt in einer Dünenlandschaft, die nach der letzten Eiszeit aus den Schwemmsanden des Elburstromtales aufgeweht wurde. Das heutige Schnaakenmoor ist nur eine Restfläche dieser ausgedehnten Moorlandschaft zwischen Wittenberge und Elmshorn und hat sich in einer flachen, 60 ha großen Mulde gebildet, aus der das Wasser nicht mehr in die Wedeler Au abfließen konnte.

 

Die Verbindung von offener Binnendüne und den Moorbereichen ermöglicht einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt das Überleben. Libellen, z. B. die seltenen Speer-Azurjungfern, gehen hier zwischen den verschiedenen Wollgrasarten, der Wiesensäcke und dem Weißen Schnabelried auf Insektenfang. Der Moorfrosch, dessen Männchen sich zur Laichzeit hellblau färbt, ist hier anzutreffen. Und in den sandigen Dünenarealen sind die auf Heidearten spezialisierten Schmetterlinge zu beobachten. Die gefährdete Kreuzotter und auch die Blindschleiche finden hier Schutz.

Bevor wir uns auf die Suche nach den Bewohnern des Schnaakenmoores machten, besuchten wir noch den zum Klövensteen gehörenden Wildpark und erfreuten die Tiere durch unsere mitgebrachten Äpfel und Mohrrüben.

Umgeben von Kiefern mit moorigen Senken, feuchten Wiesen, Teichen und einem Birkenbruchwald tummeln sich auf einer 24 ha großen Fläche Wildschweine, Dam-, Rot-, Sika und Rehwild, daneben auch Frettchen, Marder, Kolkraben und viele Wasservögel.

Das Revier Klövensteen ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Ein gut gepflegtes Wander- und Reitwegenetz stehen den Besuchern zur Verfügung. Der ursprünglich sehr hohe Nadelholzanteil wird langsam zurückgedrängt, was an den großen Eichenkulturflächen mit vielen Mischbaumarten deutlich wird, die nach den Stürmen der letzten Jahre entstanden sind. Mitten im Wald liegt das Naturschutzgebiet Schnaakenmoor.

Es ist ein feuchtes, nährstoffarmes Tiefmoosmoor mit reicher Moos- und Flechtenflora, ein Lebensraum für viele seltene Pflanzen und Tiere.

 

Wir durchwanderten eine abwechslungsreiche Moorlandschaft aus Dünen mit trockenen Sandheiden und feuchten Senken mit Pfeifengras.

 

Wir ließen diesen schönen, sonnigen Sonntagvormittag in der Waldschänke ausklingen.

 

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